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Samstag, 20. Januar 2018

Jane Austen in Steventon



Jane Austen wurde am Abend des 16. Dezember 1775 als 7. Kind von George Austen geboren, der als Rektor der Pfarrgemeinde in Steventon diente. Es muss eine glückliche Kindheit gewesen sein in dieser ländlichen Gegend, die der Familie ein sicheres Auskommen ermöglichte ohne wirklichen Wohlstand zu ermöglichen. Den Briefen nach, die Jane ihrer geliebten Schwester Kassandra übersandte, war das Pfarrhaus in keinem guten Zustand. Nach starken Regenfällen war das untere Stockwerk nicht bewohnbar. 

Das alte Pfarrhaus wurde bereits für den Bruder von Jane durch einen Bau an höher gelegener Stelle ersetzt, die Kirche steht jedoch unverändert neben dem Herrenhaus und die Szenerie der Zeit am Ausgang des 18. Jahrhunderts lässt sich hier gut vorstellen. Die ersten 25 Jahre ihres Lebens hat Jane hier verbracht, für einen Einblick in ihr Leben ist ein Besuch daher sehr nützlich.

St. Nicholas Church in Steventon
St. Nicholas Church Steventon
Der Weg zur St. Nicholas Kirche führt nach Verlassen der Schnellstraße bald auf engen Straßen in ländliche Gegend mit grünen Hügeln und vereinzelten Häusergruppen. Das letzte Stück führt nach einer Abzweigung an einer Baumgruppe entlang in eine Sackgasse an deren Ende rechts das Steventon Manor liegt. Zur rechten steht die alte Kirche umsäumt von grünem Rasen mit alten Grabsteinen- und -platten, halb verdeckt von einer alten Eibe mit ausladendem Geäst. Es wird vermutet, dass dieser Baum bereits 900 Jahre hier steht und damit länger als die Kirche selbst. 

Der Ort strahlt Ruhe aus und mit Blick auf die umliegende Landschaft erscheint die Kirche heute mehr wie eine abseits gelegene Kapelle als wie eine Pfarrkirche für den Ort. Vor 200 Jahren bot sich hier jedoch ein anderes Bild. An der leicht ansteigenden Straße zur Kirche lagen damals mehrere Wohnhäuser, unter anderem auch das der Nanny von Jane Austen.  Entlang dem an das Kirchengrundstück angrenzenden Koppel ist ein Fußweg ausgewiesen. Diesen Weg nutzte Reverend Austen, um von einer Kirche zur anderen zu gelangen. Noch heute wird er von den Mitgliedern der Kirchengemeinde genutzt, um an religiösen Feiertagen die Kirchen auf einem Rundweg zu besuchen. 

Die St. Nicholas-Kirche ist einfach gebaut und hat den in England typischen rechteckigen Turm, auf den im 19. Jahrhundert eine Spitze gesetzt wurde. An der Ost- und Westseite sind Fensterelemente mit drei Arkaden aus Stein eingesetzt, in die Ornamentglas gesetzt ist, ansonsten ist das Gebäude schmucklos und die Fassade in Würde gealtert. Das Innere ist bis auf die heute verputzten Wände und die 1912 ergänzte Pfeifenorgel weitgehend unverändert. Letztere ist in einer schrankgroßen Holzverkleidung untergebracht. Die wenigen Holzbänke links und rechts des Mittelgangs bieten einer kleinen Gemeinde Platz, die kleine Holzkanzel steht links des Durchgangs zum Altarraum. Davor ist die einzige Feuerstelle – neben der Sitzbank der Herrschaften von Steventon Manor.

Grabplatte Rev. James Austen
Grabplatte Rev. James Austen
Um die Kirche herum sind auf dem Rasen mehrere Reihen alte Grabsteine und -platten aufgereiht.Um die Kirche herum sind auf dem Rasen mehrere Reihen alte Grabsteine und -platten aufgereiht. Die Szenerie erzeugt eine eigentümliche Stimmung wie in einer Gedenkstätte. Auf der linken Seite der Kirche liegt die Grabplatte von Jane Austens Bruder James und seiner Frau Mary. James folgte seinem Vater als Pfarrer von Steventon und Dean und 1819. 

Nach diesen Eindrücken ist ein guter Moment, das Umfeld wirken zu lassen. Mit Blick auf die grünen Wiesen und Wälder hat die Vorstellung, dass Jane hier ihre Jugend verbracht hat, etwas Erhebendes. Welche Episoden ihrer Bücher mögen aus der Erinnerung an Erlebnisse hier entstanden sein? Mit den Briefen, die Jane während ihrer Zeit in Steventon schrieb, lassen sich ein paar Dinge zuordnen und es vervollständigt das Bild, Passagen daraus hier zu lesen. 

Auf unserer Studienreise ‚Jane Austen‘ im Mai werden wir genau das tun. So hinterlässt der Ort einen noch größeren Eindruck und zumindest in Gedanken kommt man der Zeit von Jane Austen in Steventon näher.

#ixtours #lernenerleben 

Dienstag, 16. Januar 2018

Unser Städtetrip nach Amsterdam


Wir - das Kolleg der Vienna Business School Hamerlingplatz, Wien

Reisebericht zur Projektwoche Amsterdam vom 18.-23.10.2017
Mit Dank an die Autoren Larissa Hadjiivanonv und Christina Langthaler

Am Mittwoch, den 18.10.17 ging unser Abenteuer los, zwar noch etwas verschlafen und müde, da wir uns schon um 5:00 morgens am Flughafen getroffen haben, jedoch in Amsterdam angekommen verflog unsere Müdigkeit sofort und verwandelte sich in Euphorie und Neugierde. Kurz Energie getankt in unserem Hotel „Meininger“ ging das Programm auch schon los.

Die ersten Eindrücke prasselten auf uns ein und wir erkannten schnell, dass wir sehr großes Gefallen an dieser Stadt
ix-tours Klassenfahrt Amsterdam
Van Gogh Museum Amsterdam
gefunden hatten. Tagsüber Shoppen und Sightseeing, abends die nie zu schlafen scheinende Stadt zu erleben. Nicht nur das Nachtleben hat uns verzaubert, sondern auch die einstündige Bootsfahrt auf den verschiedenen Grachten. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch des Van-Gogh-Museums. Die ausgestellten Bilder waren nicht nur schön anzusehen, sondern jedes einzelne Kunstwerk erzählte auch eine Geschichte über Vincent Van Goghs Leben.

Des Weiteren besuchten wir auch das NEMO (Wissenschaftsmuseum am Wasser) und das Schifffahrtsmuseum, das aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur ein „must see“ in Amsterdam ist. Im Vondelpark, ein riesiger Park mit Freilufttheater, haben wir die grüne Seite der Stadt entdeckt und auch Zeit für eine kleine Entenfütterung gefunden. Am Programm stand zudem ein Flohmarktbesuch, die food Hallen und auch der Königspalast war eine Besichtigung wert. Die Amsterdam Zentral Station ist der Mittelpunkt aller Öffentlichen Verkehrsmittel, hier treffen Bus, Straßenbahn, Zug und U-Bahn zusammen, daher war dies auch, so gut wie immer, unser Haupttreffpunkt.
Ein weiterer Programmpunkt war das Anne-Frank-Haus, ein Gebäude an der Prinsengracht. Mit der Fähre haben wir dann die Nord Seite Amsterdams erkundet. Lediglich fünf Minuten hat es gedauert um auf die andere Seite zu gelangen, mit einer Fähre, vollbeladen mit Radfahrer, Mopedfahrer und Touristen. Auf dieser Seite der Stadt wartete das Filmmuseum auf uns, auf dessen Dachterrasse wir die letzten Sonnenstrahlen eingefangen haben. Was bei einem Amsterdam Trip auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Abstecher in das berühmte und berüchtigte Rotlicht-Viertel. Die Stadt versprüht am Abend ein ganz eigenes Flair und bietet allerlei Clubs, Bars und Lounges für Nachtschwärmer. 

ix-tours Klassenfahrt Amsterdam
I amsterdam
Als Abschluss unserer Reise verbrachten wir ein gemütliches Abendessen in der „Bierfabriek“, in dem es unter anderem Tradition ist, die Schalen der Erdnüsse auf den Boden fallen zu lassen.

Amsterdam ist mit seinen wunderschönen Sehenswürdigkeiten und der Architektur und vorallem seiner Mentalität, eine sehr sehenswerte Stadt in der es sehr viel tolles und interessantes zu erkunden gibt.