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Donnerstag, 18. August 2016

Baumwipfelpfad jetzt auch im Saarland

Die Saarschleife bei Mettlach im Saarland gilt als die Top-Attraktion im kleinsten Flächenbundesland Deutschlands. Jeder Erstbesucher wird hierhin gefahren um den Panoramablick von der Cloef in Orscholz auf die Schleife der Saar und den grün bewaldeten Höhenzug mit der Ruine der Burg Montclair zu bewundern. Wahlweise wandert man auch von Mettlach oder Merzig aus an der Saar entlang bis zur Saarschleife, setzt mit der kleinen Fähre über und nimmt einen der Wanderwege zum Aussichtspunkt Cloef hinauf.

Mit Kurklinik und Cloef-Atrium ist der Kurort Orscholz seit einiger Zeit bemüht, weitere Gäste in die Region nahe der luxembourgischen und französischen Grenze zu ziehen. Als neue Attraktion wurde jetzt ein Baumwipfelpfad eröffnet, der am Cloef-Atrium beginnt und sich bis auf 23 Meter Höhe durch den Wald schlängelt. Informationstafeln informieren über heimische Baumarten, Tiere und die Erdgeschichte der Region. Der Pfad ist barrierefrei und auch mit Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühlen befahrbar.

Der 'Höhepunkt' ist ein 42 Meter hoher Aussichtsturm oberhalb der bisherigen Aussichtsplattform. Die Rampe führt in halbkreisförmigen Linien bis auf das oberste Podest. Von hier überblickt man nicht nur das unmittelbare Umfeld mit den bewachsenen Hügeln, in die sich der Fluß geschnitten hat. Der Blick reicht je nach Wetterlage bis in das mittlere Saarland hinein (laut Anbieter kann man bei perfektem Wetter bis in die Vogesen sehen). Die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

Für den, der sich der Saarschleife von unten aus nähert, ist der Turm eher ein Ärgernis. Wo bisher die Flusslandschaft mit den angrenzenden Hängen das Bild einer unberührten Naturlandschaft ergab, thront jetzt das Stahl-Holzgebilde des Aussichtsturm. Der Reiz der 'einzigartigen Saarschleife' wurde hier nachhaltig beschädigt. Man nähert sich der Saarschleife jetzt besser nur noch von oben und genießt den Ausblick.

Da der Turm nun aber steht, ist er ein wirklicher Höhepunkt für eine Gruppenreise ins Saarland.

Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen unter Baumwipfelpfad Saarschleife

Montag, 15. August 2016

Ein neuer Blick auf England

Das Wortspiel ist durchaus gewollt. Über England wird seit der Entscheidung pro 'Brexit' viel geschrieben und berichtet. Auch über die Folgen für den Tourismus wurde und wird spekuliert.

Wir beschäftigen uns hier vor allem mit Klassenfahrten und Gruppenreisen. Entsprechend stellen wir die britischen Inseln als das dar, was sie nach wie vor sind - ein sehr schönes und ausgesprochen interessantes Reiseziel mit immer wieder neuen Attraktionen.

Am Brighton Pier wurde Anfang August so eine neue Attraktion eröffnet. Der 'British Airways i360' wurde von den Architekten des London Eye entworfen und steht mit seiner eindrucksvollen Höhe von 174 Metern an der Uferpromenade von Brighton.

Die schlanke Stahlrohrsäule (3,9 Meter Durchmesser) sticht wie eine gigantische Nadel in den Himmel und trägt eine gläserne Kabine von ca. 18 Metern Durchmesser, die sich wie ein Donut an der Säule emporschraubt. Die Kabine faßt 200 Personen und enthält auch eine Bar.

Der Ausblick vom i360 über die Kanalküste, Brigthon und Sussex ist atemberaubend. Bei gutem Wetter soll der Blick bis nach Frankreich auf der anderen Seite des Kanal reichen.

Der i360 stellt damit einen 'Höhepunkt' im wahrsten Sinne des Wortes für Ihre nächste Reise nach England dar. Für Schülergruppen gibt es vergünstigte Tickets. Da versteht es sich von selbst, dass wir dieses neue Highlight in unser Basisprogramm für Klassenfahrten nach Südengland in 2017 aufgenommen haben.

Informationen zu Klassenfahrten an die Kanalküste in England erhalten sie unter
www.ix-tours.com/Suedengland

Donnerstag, 7. Juli 2016

Gut und Billig(flug)?

Das Beste fast umsonst. Vielleicht wäre es eine schöne Welt, wenn es das gäbe. Jedem Kaufmann ist jedoch bewußt, dass Qualität seinen Preis hat. Gutes Material kostet mehr als billiges und sorgfältige Aufbereitung erfordert ebenso geschultes Personal wie eine gute Beratung. Möchte man auf Dauer niedrigere Preise erzielen muss man an irgendeiner dieser Stellschrauben nach unten drehen. Man verzichtet auf gute Beratung (Online-Verkauf), setzt auf angelerntes Personal oder Praktikanten bei der Pflege der Daten/Waren oder kauft schlechtere Qualität ein. Irgendwo ist der Grund für 'billig' versteckt.

Das ist bei Reisen nicht anders. Wer eine Entscheidung aufgrund guter und fachkundiger Beratung treffen möchte, wird das nicht umsonst bekommen. Ein Reiseleiter, der eine Reise begleitet und sich um alles kümmert, kann das nicht umsonst machen und natürlich kostet ein Hotel mit umfangreichem geschultem Personal mehr als eine Herberge, bei der wenige Angestellte das Nötigste erledigen.

Im Zeitalter des Billigflugs haben wir das fast vergessen. Wir nehmen selbstverständlich hin, dass wir für 100 € bis in die Winkel Europas fliegen können und sind erschrocken, wenn sich herausstellt, dass dafür die Stellschrauben bei Betreuung und Qualität nach unten gedreht wurden. Bei Vueling ist dies am vergangenen Wochenende wieder deutlich geworden. Leider wurde hier für die Preisreduzierung offensichtlich die falsche Stellschraube betätigt - die für die qualifizierte Abwicklung der Buchungen. Seit Tagen werden Flüge ohne konkreten Anlaß gestrichen und in Barcelona mußte die Polizei anrücken um aufgebrachte Reisende zu beruhigen.

Billig kann auch vertretbar sein. Es gibt Airlines, bei denen die Ablaufprozesse soweit optimiert wurden, dass günstige Preise auch bei zuverlässigem Ablauf möglich sind. Vergessen wir aber nicht - dafür wird beim Personal gespart, dass entsprechend nicht immer gut gelaunt sein mag und der Begriff 'Beratung' wurde sehr tief vergraben. Selbst bei einem Problem wird man sehr schwer einen kompetenten Ansprechpartner erreichen.

Gute Reisen sind nicht billig, aber billige Flüge müssen nicht schlecht sein - daran wird jetzt bei Vueling gearbeitet.

Lesen Sie dazu auch den Artikel - 'Glück für 49 € geht doch nicht' und das Statement der Vueling Geschäftsführung
Informationen zu Gruppenreisen erhalten Sie unter www.ix-tours.com

Freitag, 24. Juni 2016

EU-Ausland Großbritannien?

Nun haben sich die Briten tatsächlich für einen Ausstieg aus der Europäischen Union entschieden. Das entspricht wohl auch dem Selbstverständnis der Menschen auf der großen europäischen Insel. In einem Land, in dem man es für überflüssig hält, Fremdsprachen zu lernen, ist das Verständnis für Zwänge, die vom Festland vorgegeben werden, nicht groß.

Ob der Ausstieg nun wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Das Parlament ist nicht an des Referendum gebunden und zwei Jahre Kündigungsfrist lassen viel Spielraum für politische Winkelzüge um die Wirkung zu verwässern oder umzukehren.

Aber wenn - was heißt das für uns Reisende, die England, Schottland, Wales und Irland ins Herz geschlossen haben? Zunächst einmal nur eines - es wird billiger. Der Pfundkurs ist abgestürzt, wer jetzt auf die britischen Inseln fährt, der spart Geld. Wie sich das in der nächsten Zeit entwickelt, bleibt abzuwarten. Die Wechselkursschwankungen könnten zunehmen, was lang vergessene Erinnerungen an die preislichen Unwägbarkeiten aus der prä-Euro-Zeit wach ruft.

Die Einreise könnte etwas komplizierter werden. Das Vereinigte Königreich gehört auch heute schon nicht zum Schengen-Raum und kontrolliert daher beim Grenzübertritt. Für EU-Bürger gibt es jedoch vereinfachte Einreisebestimmungen, die nach mit Wirkung des Austritts in frühestens zwei Jahren neu verhandelt werden müssen.

Vorschriften, die auf EU-Ebene getroffen werden wie die Abschaffung der Roaming-Gebühren und die Fluggastrechte gelten für das Vereinigte Königreich dann nicht mehr. Bei Buchung von Flügen bei britischen Fluggesellschafte muss man sich dann auf abweichende Regelungen einstellen.

An der Schönheit des Landes, der eindrucksvollen Kultur und der großartigen Geschichte ändert das 'Leave' nichts. Und wer weiß, wie die Regelungen letztlich verhandelt werden. Nutzen wir daher einfach die im Moment einzig greifbare Wirkung - in den nächsten Tagen ist es billiger.

Freitag, 17. Juni 2016

Ostfriesentee wird Weltkulturerbe

"Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen" (T'ien Yiheng, chin. Gelehrter). Das wissen auch die Ostfriesen. Bei Ihnen heißt es deshalb: "Abwarten und Tee trinken". Wer jetzt denkt, das klinge nach Müßiggang, der irrt sich. Der Genuß von Tee nach einem festgelegtem Ablauf soll Ruheinseln im Alltag schaffen - schön demonstriert durch das bedächtige Träufeln von Sahne in den Tee in der Tasse. Das geschieht idealerweise gegen den Uhrzeigersinn und betont, dass die Zeit jetzt für ein paar Ruheminuten angehalten wird. Man beobachtet, wie die Sahnetropfen in der Tasse versinken und dann langsam wie Wölkchen wieder auftauchen. Das beruhigt und läßt Raum für einen Klönschnack mit dem Gegenüber.

300 Liter Tee trinken die Ostfriesen pro Jahr und liegen damit noch vor den Engländern. Das mag auch daran liegen, dass jeder Gast das Recht auf drei Tassen Tee hat. Wie wichtig der Genuß von Tee den Ostfriesen ist, zeigt eine Sonderregelung in den Notzeiten nach dem Krieg. Für Ostfriesen gab es auch eine Ration Tee als lebenswichtige Grundernährung.

So ein Kulturgut muss natürlich geschützt werden. Deshalb hat das Land Niedersachsen einen Antrag gestellt, die ostfriesische Teezeremonie als Weltkulturerbe registrieren zu lassen. Im Herbst wird die Kultusministerkonferenz laut Imke Wemken von der Ostfriesland Tourismus GmbH über eine Bewerbung bei der Unesco entscheiden.

Informationen zu Tee in Ostfriesland erhalten Sie aus erster Hand im Teemuseum in Norden. Herkunft, Anbau und Verarbeitung werden hier ebenso gezeigt wie Gewohnheiten und Geschichte rund um das Lieblingsgetränk der Ostfriesen. Sie können ihn natürlich dort auch probieren oder in der Stube im Obergeschoß für eine ganze Reisegruppe servieren lassen. Wie eben überall in Ostfriesland.

Informationen zu Gruppenreisen nach Ostfriesland mit Programmen rund um Ostfriesentee finden sie auf www.ix-tours.com/Tee

Donnerstag, 16. Juni 2016

Klassenfahrt mit Lehrer am Steuer

Auch auf Klassenfahrten sind Unfälle leider nicht auszuschliessen. Am 04. Juni diesen Jahres traf es Schüler von zwei saarländischen Schulen, deren Reisebus auf der Rückfahrt von Spanien von der Fahrbahn abkam und umstürzte. Die meisten der Schüler kamen mit Prellungen, Schürfwunden und Schnittverletzungen davon, ein Schüler wurde schwer verletzt - er erlitt einen Lendenwirbelbruch.

Inzwischen hat der Rektor einer der Schulen in einem Interview bestätigt, dass der Reisebus zum Unfallzeitpunkt von einem der begleitenden Lehrer gefahren wurde. Das ist ungewöhnlich, selbst wenn dies an dieser Schule bereits seit 15 Jahren praktiziert wird.

Das mag Kosten für einen zweiten Fahrer sparen. Nachdem der Unfall morgens gegen 6 h in Frankreich passierte, wurde die Rückfahrt wohl als Nachtfahrt durchgeführt und dafür wäre der Einsatz eines zweiten Fahrers zumindest für den letzten Streckenabschnitt notwendig gewesen. Vielleicht wollte der Lehrer auch nur seine Fahrpraxis regelmäßig aufrecht erhalten. Über die Gründe liegen keine Erkenntnisse vor.

Ist der Einsatz des Begleitlehrers als Fahrer des Reisebus aber sinnvoll? Eine Klassenfahrt bedeutet für die begleitenden Lehrer einen Dauereinsatz von Frühmorgens bis Spätabends. Da ist ein bei der Aufsicht unbeteiligter Fahrer sehr zu schätzen, der sich ausschließlich um die sichere Führung des Bus kümmern kann.

Der Bericht der Saarbrücker Zeitung endet mit dem Hinweis: "Das Bildungsministerium will nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen den Sachverhalt prüfen, dass ein Lehrer als Busfahrer unterwegs ist." Das sollten sie in der Tat tun und der Rektor hätte besser einen Blick in die Saarländische Verwaltungsvorschrift für die Durchführung von Lehrfahrten geworfen. Dort wird zu diesem Sachverhalt auszugsweise ausgeführt:

3.4.3
"Die Beförderung von Schülerinnen und Schülern mit Kraftfahrzeugen jeglicher Art, die von Lehrkräften, Erziehungsberechtigten, Schülerinnen oder Schülern gesteuert werden, ist bei der Durchführung der außerunterrichtlichen Schulveranstaltungen grundsätzlich nicht zulässig"

Unter Punkt 3.4.4 wird ergänzt, dass der Schulleiter die Benutzung von Kleinbussen, die von Lehrkräften gesteuert werden, für eintägige Veranstaltungen in Ausnahmefällen genehmigen kann. Auf eine Klassenfahrt nach Spanien trifft dies aber nicht zu.

Die Idee mag gut gemeint gewesen sein. Sinnvoll war sie wohl nicht und auch rechtlich nicht zulässig.

Leider kommt es auch bei professionellen Busunternehmen zu Unfällen und es sollte alles unternommen werden, um dies zu verhindern Dazu gehört die Sicherheitskontrolle der Fahrzeuge, ausgebildetes Fahrpersonal und die Einhaltung der Sozialvorschriften für Lenk- und Ruhezeiten. Das mag mit Kosten verbunden sein, an dieser Stelle ist Sparen aber nicht angebracht. Die Begleitlehrer einer Klassenfahrt fungieren hier sehr gut als Kontrollinstanz, die im Zweifel eine Korrektur vom beauftragten Unternehmen verlangen können.



Freitag, 10. Juni 2016

Architekturführung Hamburg

Ende Oktober ist es endlich soweit! Das Langzeitärger-Projekt Elbphilharmonie in Hamburg wird an den Bauherrn übergeben, die feierliche Eröffnung ist für Januar 2017 vorgesehen. Damit hat Hamburg einen ansehnlichen Standort für die Freunde der Musik (Philharmonie = philos/Freund und harmonia/Harmonie, Musik. Die gleich einer Sturmflut explodierten Kosten, der Ärger zwischen Architekt, Bauträger und Auftraggeber - alles das wird schnell vergessen sein.

Das Konzerthaus ist aber nur ein Bauwerk von vielen in der neu gestalteten HafenCity auf der ehemaligen Elbinsel Grasbrook, die ehemals zum Freihafen gehörte. Per Gesetz wurde das Gebiet 2008 zum eigneen Stadtteil Hamburgs erklärt und schliesst die ehemaligen Hafenflächen sowie die Speicherstadt auf den Inseln Kehrwieder und Wandrahm ein. Geht man heute durch die Speicherstadt zur HafenCity eröffnet sich der Blick auf eine ganze Reihe moderner Bauten mit Büros und exklusiven Wohnanlagen.

Das neue Viertel ergänzt die in den 1880er Jahren erbaute Speicherstadt. Der eindrucksvolle Lagerhauskomplex steht seit 1991 unter Denkmalschutz und gehört seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In Hamburger Tradition ist die Architektur der Lagerhäuser in neugotischer Backsteinarchitektur aussergewöhnlich. Etwa 16.000 Bewohner mussten umgesiedelt werden und das Gelände aufgeschüttet werden, um es gegen Hochwasser zu schützen. Für die Lagerhäuser wurden 3,5 Millionen Eichenpfähle bis zu 12 Meter in den weichen Untergrund gesetzt, um für ein stabiles Fundament zu sorgen. Damit die Speicher sowohl von Wasser als auch von Land be- und entladen werden können, durchzieht ein System von Kanälen das Viertel.

Beim Bau des Chilehaus 1922 - 1924 wurden für das Fundament bis zu 16 Meter lange Eisenbetonpfähle verwendet und die Architektur war und ist einzigartig. Für die Aussenfassade verwendet der Architekt Klinkersteine, die bewußt wie Ausschußware wirkt und die Gesamtansicht erinnert an den Bug eines gewaltigen Schiffes. Wer sich jetzt an die Elbphilharmonie erinnert - ja, das Chilehaus hat jetzt eine Schwester.

Hintergründe und Geschichten zur Architektur in Hamburg erfahren Sie am besten bei einer speziellen Führung durch die HafenCity und die Speicherstadt. Ergänzende empfiehlt sich der Besuch des Speicherstadtmuseums und eine Barkassenfahrt durch die Speicherstadt. Einen guten Blick auf das Gelände bietet sich übrigens von einem anderen Gebäude Hamburgs mit besonderer Geschichte - dem Turm des Michel.

Informationen zu Gruppenreisen und Klassenfahrten nach Hamburg unter www.ix-tours.com