Donnerstag, 17. März 2011

Erstattung der Kosten einer Klassenfahrt für den Lehrer

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat in einem Urteil im Februar bestätigt, dass eine Lehrkraft Anspruch auf die Erstattung ihrer Reisekosten hat. Im verhandelten Fall sogar, obwohl sie darauf bei Antragstellung ausdrücklich verzichtet hat.

Mancher mag sich verwundert die Augen reiben. Wieso soll eine Lehrkraft eine Reise bezahlen, die für sie keinesfalls eine Vergnügungsreise und Erholung ist sondern der Beaufsichtigung der Schulveranstaltung Klassenfahrt dient? Die Arbeitszeit während der Fahrt dürfte das normale Maß bei weitem überschreiten - denn Schüler sind nachtaktiv, besonders, wenn sie in der Gruppe unterwegs sind.

Die Erstattung von Reisekosten für die Klassenfahrt wird in Deutschland in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Teilweise erfolgt eine Erstattung in Anerkenntnis der Leistung, teilweise gar keine. So kenne ich bewunderungswürdige Pädagogen, die ihre Reisekosten tatsächlich privat bezahlen, damit die Schüler auf die Fahrt nicht verzichten müssen. Hoffen wir einmal, dass die Schüler das mit entsprechendem Verhalten honorieren. Andere sehen sich gezwungen, keine Fahrten anzubieten.

Zögern sie nicht, das Thema anzusprechen, wenn sie beim Veranstalter anfragen . Ihr Reiseberater wird eine Lösung finden, die alle Beteiligten zufrieden stellt.

Donnerstag, 3. März 2011

London - "Mind the Gap"

Wer immer in London wohnt , der hat wohl schon Alpträume von diesem Satz. 30 Minuten Tube-Fahrt mit 3 Umstiegen und der Satz "Mind the Gap" war gefühlte 150 mal zu hören.

Fallen wirklich täglich mehrere Personen durch die Lücke zwischen Bahnsteig und U-Bahn?

London vs. Dublin

Ich hätte die Reise vielleicht andersherum planen sollen. Nach dem Aufenthalt in Dublin waren die 2 Tage in London nicht so berauschend. Für meinen Geschmack etwas zu laut, selbst in nicht ganz billigen Hotels abgenutzte und defekte Einrichtung in den Zimmern und kaum Möglichkeit, tradtionelle Teestuben (ausserhalb teurer Clubs) und gemütliche Pubs zu geniessen. Mein Favorit für Hauptstädte auf der Insel ist Dublin.

Das heisst nicht, London sei nicht sehenswert. Das Angebot an interessanten Programmen ist ungezählt. Es hat aber nicht den gemütlichen Flair, vielleicht auch schon wegen der Grösse. Oder man muss länger dort sein, um die richtigen Ecken zu kennen.

Dublin

Im Vorfeld eines Messebesuch in London konnte ich drei Tage in Dublin verbringen. Das Reiseziel ist trendy und nach meinem Aufenthalt war mir auch klar, weshalb.

Ich kam Samstag Mittag bei strahlendem Sonnenschein und 10 Grad Celsius am Flughafen an und konnte mit dem AirLink Bus vom Terminal bis zum zentralen Busbahnhof in der Innenstadt fahren. Die Fahrt ist im Rambler-Tagesticket inklusive (6 €) Für mich war das 3-Tage-Ticket zu 13,50 € ideal. So war ich auf meinem 3-Tage-Aufenthalt maximal flexibel und hatte die beiden Transferfahrten inklusive.

Unser Einkäufer hatte mich im Jacobs Inn Hostel in der Talbot Street untergebracht - 400 M vom Busbahnhof entfernt :-)) - Herzlichen Dank. Überhaupt sind die Entfernungen in Dublin überschaubar und mit den unzähligen Bussen (manchmal fahren 3 - 4 hintereinander), der neuen LUAS (Strassenbahn)und der DART (Nahverkehrszug), die auch ins Umland fährt, ist man immer gut unterwegs. Für die DART muss allerdings ein extra Ticket gelöst werden.

Das Jacobs Inn Hostel verfügt neben Mehrbettzimmern mit den in Irland traditionell blauen Stahlrohrbetten auch über Dreibettzimmer (auch mit Stahlrohrbett). Das Haus ist sauber und alle Zimmer verfügen über Du/WC, in meinem Zimmer neu renoviert. Im 4. Stock hatte ich einen guten Ausblick über die Stadt.

Drei Tage sind leider nicht genug, um alles zu sehen. Da ich zudem ein paar Häuser besichtigt habe, konnte ich z. b. Kilmainham Gaol, Guinness Brauerei und Old Jameson Whiskey Distillery nicht mehr besichtigen. Das Dublin Castle mit Royal Chapel, das in den 1980er Jahre gestaltete Viertel "Temple Bar" waren aber schon ein sehr schöner Eindruck.

Beeindruckend sind die sehr gemütlichen Pubs mit traditionellem Essen und natürlich Guinness, dem Schwarzbier, das hier überall präsent ist und sogar die Harfe des irischen Wappens trägt. Man gewinnt fast den Eindruck, der Brauerei gehört die Stadt.

Neben der pulsierenden Stadt ist ein Ausflug an die Küste, z. B. auf die Insel Howth empfehlenswert. Für meinen Spaziergang hatte ich mich auf Empfehlung eines Einheimischen nach Donabate begeben. Ein sehr schöner Spaziergang, ohne PKW jedoch mit einem langen Fussmarsch verbunden. Dafür war die Einkehr in einen unscheinbaren Pub ein Erlebnis. Die Iren sind ein sehr freundliches Völkchen.